Wandern ist eine Form des Gehens, eine Sportart oder Freizeitbeschäftigung, die in der Natur ausgeübt wird.
BergwanderungMan unterscheidet dabei zwischen „zweckfreiem“ und „zweckgebundenem“ Wandern. Zweckfreies Wandern dient dem Selbstzweck, der Erbauung oder Ertüchtigung, während zweckgebundenes Wandern früher zumeist speziellere Gründe hatte wie Forschung, Arbeitssuche, Walz, Flucht oder Handel.
Eine Fernwanderung, auch Weitwanderung, Trail oder Trekking genannt, führt über größere Strecken.
[Quelle: Wikipedia]
Grenzenlos wandern auf dem "Grünen Dach Europas", dem größten zusammenhängenden Waldgebirge Mitteleuropas. Mit über 130 Gipfeln höher als 1.000 Meter erstreckt sich im Bayerischen Wald ein Wandergebiet von der Donau bis zum Böhmerwald.
Ob auf historischen Handelswegen, auf den Spuren der Salzsäumer oder Glashändler oder einfach nur "auf Schusters Rappen", dem Wanderer sind im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen gesetzt.
Eines der schönsten Geotope Bayerns
Die Wildbachklamm Buchberger Leite, durch die man direkt ab Freyung wandern kann, ist ein besonderer Tipp für Naturliebhaber. Aufgrund der Schönheit der Landschaft wurde sie vom Bayerischen Umweltministerium zu einem der schönsten Geotope Bayerns ernannt. Auf dem Erlebniswanderweg "Mensch und Natur in der Buchberger Leite" werden diese landschaftlichen Besonderheiten genauer erklärt. Eine Infobroschüre dazu erhalten Sie in der Tourist-Information/Kurverwaltung Freyung.
Von Passau bis Prachatitz wandern
Entlang von 4 mit dem Säumersymbol markierten Routen kann man auf den alten Handelswegen nach Böhmen den Bayerwald erwandern. Die Wanderwege sind mit zahlreichen Informationstafeln zu historischen Orten und Stellen am Weg ausgestattet. Im Sommer finden alljährlich Säumerfeste statt.
Auf den Spuren der Salzsäumer
Die "Gulden Strass" wie der Goldene Steig früher hieß, ist eigentlich ein ganzer Fächer einzelner Wege, die den Bayerwald mit dem Böhmerwald verbinden und auf denen jahrhundertelang nicht nur der Salzhandel abgewickelt wurde: Salz und Südwaren wurden ins Moldauland befördert, als Rückfracht dienten Getreide und andere Lebensmittel.
Der Krummsäbel der Panduren ist das Markenzeichen, das den Wanderer auf einer abwechslungsreichen Route durch den Bayerwald führt. Dabei verbindet der Pandurensteig zwei beliebte Wanderwege: Pfahl- (zwischen Thierlstein und Weißenstein) und Ilztalwanderweg.
In Waldmünchen (Juli/August) und in Spiegelau (3. Wochenende im Juli) werden alljährlich Pandurenfeste gefeiert.
Hintergrund: während des östereichischen Erbfolgekriegs Mitte des 18. Jahrhunderts schickte die Kaiserin Maria Theresia ihre Panduren als Vorhut nach Bayern, um Städte und Orte zu plündern. Das historische Spektakel beim Pandurenfest erinnert an die Bedrohung. Schauspieler und Reiter der berühmten Waldmünchener Trenck-Spiele kassieren jedes Jahr das Säckel des Bürgermeisters von Spiegelau. Und dann wird kräftig gefeiert.
Vom Lamer Winkel nach Grafenau führt der Gläserne Steig den Wanderer durch die Glaslandschaft am Grenzkamm des Bayerischen Waldes. Über das Arbergebirge ins Tal des Regenflusses nach Bayerisch Eisenstein und den Zwieseler Winkel. Weiter entlang des Nationalparkes nach Spiegelau und Grafenau.
Glastradition und Weltmarkt
Viele namhafte Glashütten am Weg laden zur Besichtigung ein. Einst waren entlang des bayerisch-böhmischen Grenzgebietes 62 Glashütten und Glasschleifereien angesiedelt, von denen heute noch ein gutes Dutzend existiert. Hier kann man den Glasmachern bei ihrer schweißtreibenden Arbeit zusehen und auch kunstvolle Gläser oder gläserne Mitbringsel zu günstigen Fabrikpreisen erstehen. Exportgläser gehen von hier aus in alle Kontinente. Zu den ältesten und heute noch den Weltmark belebenden Glasmacherorten zählen in erster Linie Bodenmais, Frauenau, Spiegelau, Zwiesel und Riedlhütte.
Die „schwarze Perle des Bayerischen Waldes“, wie die Ilz wegen ihrer schwärzlichen Farbe auch genannt wird, ist die Flusslandschaft der Jahre 2002/2003. Weitgehend unzerstörte Natur mit romantischen Uferbereichen und beeindruckenden Felsformationen lädt zum Staunen und Verweilen ein und ist zugleich Aufforderung, die zahlreichen, zum Teil bedrohten Pflanzen und Tiere besonders zu schonen.
Die Berggipfel (Großer Arber 1456 m, Großer Rachel 1453 m, Lusen 1373 m, Plöckenstein 1363 m, Großer Osser 1293 m, Dreisessel 1312 m) waren während der Eiszeit vergletschert. Durch Gletscherauswirkungen entstanden oft kleine Bergseen wie z.B. der Rachelsee. Der Lusen zählt zu den Hauptanziehungspunkten im Nationalpark Bayerischer Wald.
Mehr als 4000 markierte Wanderwege, Wandern ohne Gepäck auch als Rundtouren, Themenwanderungen, freundliche Wirtsleut´, all dies finden Wanderfreunde bei uns im Oberpfälzer Wald. So zum Beispiel die „Bierwanderung“, eine Wanderung von Brauerei zu Brauerei, oder den „Venezianersteig“ - ein Wanderweg auf den Spuren der mittelalterlichen Goldsucher - und, und, und...